ChinaNeo hat für Sie eine Übersicht über Impfempfehlungen und Gesundheitsvorsorgemaßnahmen erstellt. Wir sind sehr um die Richtigkeit und Aktualität bemüht, dennoch können unsere Hinweise nicht die medizinische Beratung durch einen Reisemediziner ersetzen. Nehmen Sie vor Ihrer Abreise Kontakt mit einem Arzt auf, um Ihre individuelle Gesundheitsvorsorge zu besprechen.

Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise

Schon vor der Reise sollten Sie sich um einige wichtige Vorsorgemaßnahmen für Ihre Gesundheit kümmern. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst:

  • Lassen Sie sich von einem Reisemediziner über mögliche Impfungen beraten
  • Überprüfen Sie Ihre Standardimpfungen (s. Empfohlene Impfungen für China)
  • Stellen Sie sich Ihre persönliche Reiseapotheke zusammen. Möglicher Inhalt: Hygienetücher, Desinfektionsspray, Hand-Desinfektionsgel, Sonnencreme, Thermometer, Medikamente gegen Fieber, Durchfall, Schmerzen, Verstopfung und Insektenstiche, Vitamintabletten, etc.
  • Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, besorgen sie diese in ausreichender Menge vor Ihrer Abreise

So bleiben Sie auch während Ihrer Reise gesund

Oberste Priorität zur Vorbeugung von Krankheiten auf Reisen hat eine gründliche Hygiene. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, um eine Ausbreitung von Keimen und Bakterien zu verhindern. Möglicherweise haben Sie bereits von den berüchtigten Toiletten in China gehört. Zwar hat sich die Situation bereits deutlich verbessert, da viele öffentliche WCs für die Olympischen Spiele sowie die Weltausstellung renoviert wurden, dennoch sind die Toiletten abseits der touristischen Orte häufig alles andere als hygienisch. Papier und Seife sollten Sie stets dabei haben, da diese meist nicht auf chinesischen WCs vorhanden sind. Denken Sie außerdem an Desinfektionstücher und Hand-Desinfektionsgel. Bei den meisten WCs handelt es sich um Stehtoiletten, wobei in Touristenhotels fast ausschließlich westliche Toiletten zu finden sind. Aufgrund der Zeitverschiebung kommt es zu einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus, dem sogenannten Jetlag. Häufige Beschwerden sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit. Meist wird der Jetlag nach einer Flugreise gen Osten als stärker empfunden. Wir empfehlen Ihnen, sich möglichst schnell den Tageszeiten in China anzupassen, nach der Ankunft viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen, in den ersten Tagen der Reise anstrengende Aktivitäten zu vermeiden und unbedingt von Schlafmitteln oder Alkohol abzusehen.

Nach der Reise: Wichtige Information

Selbst wenn Sie schon längst wieder Zuhause sind und die Erinnerung an die Reise langsam verblasst, kann sich eine Krankheit noch bemerkbar machen. Bei bestimmten Infektionen stellen sich die Beschwerden erst Monate nach Reise ein. Verdächtige Symptome können Fieber, Erschöpfung, Verdauungsprobleme oder Hautirritationen sein. Wenden Sie sich in solchen Fällen sofort an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner und informieren ihn über Ihre China-Reise.

Geringes Malariarisiko und Dengue-Fieber

In China besteht ein geringes Übertragungsrisiko für Malaria. Die Städte sind malariafrei, in den Provinzen Anhui, Hubei, Henan, Ghuizhou und Jiangsu ist das Risiko sehr gering. Lediglich in ländlichen Regionen im Süden unterhalb von 1500 Metern besteht ein gewisses Risiko. Eine Chemoprophylaxe ist im Allgemeinen nicht erforderlich. Trotzdem wird ein ausreichender Mückenschutz empfohlen, auch zum Schutz gegen das von tagaktiven Moskitos übertragene Dengue-Fieber. Diese Virusinfektion wird vor allem in den südlichen Küstenregionen übertragen. Tragen Sie lange, helle Kleidung und verwenden Sie Insektenschutzmittel.

Weitere Informationen finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de

Weitere wichtige Gesundheitstipps

Durchfallerkrankungen

Die meisten Durchfallerkrankungen lassen sich durch entsprechende Lebensmittelhygiene vermeiden. Das Leitungswasser in China hat keine Trinkwasserqualität. Trinken Sie deshalb Wasser nur aus verschlossenen Flaschen oder kochen Sie es im Notfall ab. Auch zum Zähneputzen empfiehlt es sich, Trinkwasser zu verwenden. Nahrungsmittel sollten prinzipiell geschält bzw. gekocht werden. Sollten Sie dennoch an Durchfall erkranken, achten Sie darauf, dass Sie viel trinken und dem Körper Ruhe gönnen. Sprechen Sie mit einem Arzt, wenn sich die Symptome nach zwei Tagen nicht reduziert haben oder weitere Begleiterscheinungen wie z. B. Fieber hinzukommen.

Medizinische Versorgung in China

Da es in China kein System niedergelassener Ärzte gibt, konzentriert sich die medizinische Versorgung auf die Krankenhäuser. Die größeren Städte verfügen über große Kliniken mit moderner Einrichtung, wohingegen die ländlichen Gebiete über eine teilweise nur sehr einfache Ausstattung verfügen. Da vor allem die Sprachbarriere beim Arztbesuch ein Problem darstellen kann, empfiehlt sich ein guter Reisekrankenversicherungsschutz mit eingeschlossener Reiserückholversicherung. Darüber hinaus sollten Sie eine individuelle Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten dabei haben

Empfohlene Impfungen für China

Wenn Sie direkt aus Deutschland einreisen, gibt es keine Impfpflicht für China. Eine Gelbfieber-Impfung ist nur dann notwendig, wenn Sie kurz zuvor eine Gelbfieberregion besucht haben. Generell wird empfohlen, die Standardimpfungen Tetanus, Diphterie und Polio sowie Keuchhusten, Mumps, Masern, Röteln und Influenza überprüfen und gegebenenfalls auffrischen zu lassen. Des Weiteren wird einen Impfung gegen Hepatitis A empfohlen sowie bei Langzeitreisen ebenfalls Hepatitis B, Japanische Enzephalitis und Typhus. Das Risiko einer Tollwut-Infektion besteht vor allem bei Reisen nach Guangxi, Guangdong, Guizhou, Hunan und Sichuan. Ob eine Impfung gegen Tollwut für Sie in Frage kommt, klären Sie bitte vor Abreise mit Ihrem Arzt.

Wir wünschen Ihnen eine gesunde und erholsame Reise!